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Stalker
Der Innenraum einer trostlosen
Stehbierkneipe. Ein Schriftinsert teilt mit, daß Ungewöhnliches geschehen
sei: »Der Aufprall eines Meteoriten? Ein Besuch von Bewohnern des unermeßlichen
Kosmos? Ob dies oder das, jedenfalls entstand in unserem kleinen Land mehr als
ein Wunder: die ZONE.« Man habe Truppen entsandt - sie seien nicht zurückgekehrt.
Darauf habe man die Zone zum Sperrgebiet erklärt und mit Polizeikordons
umzingelt. - Ein ärmliches Zimmer; drei Menschen in einem Eisenbett: der
Stalker (Aleksandr Kajdanowskij), seine Frau (Alissa Frejndlich), seine kleine
Tochter (Natascha Abramowa). Der Stalker bereitet sich zum Aufbruch vor. Seine
Frau will ihn zurückhalten, es kommt zu einem heftigen Streit, der Mann
reißt sich los; weinend und wie in Krämpfen windet sich die Frau
am Boden. - In der Kneipe erteilt der Stalker seinen beiden Klienten, einem
Schriftsteller (Anatolij Solonizyn) und einem Wissenschaftler (Nikolaj Grinko)
letzte Instruktionen, warnt vor Gefahren. In einem offenen Jeep durchqueren
die drei eine verlassen wirkende, häßliche Industrielandschaft. Sie
überlisten eine Polizeistreife, erreichen ein Bahngelände und durchbrechen
unter schwerem Beschuß die Absperrungen. Eine Draisine bringt sie ins
Sperrgebiet.
Die Zone: eine Schlucht mit wilder
Vegetation, in tiefem Frieden. Schief ragende Telegrafenmasten, herunterhängende
Drähte. Der Stalker sagt: »Wir sind daheim.« Dies sei der stillste
Ort auf der ganzen Welt. Der Stalker, so ist zu erfahren, hat im Gefängnis
für seine Berufung büßen müssen; seine Tochter ist verkrüppelt.
- Im Hintergrund liegt ein zerfallenes Gebäude. Der Wissenschaftler erläutert
die Meteoriten-Version. Es gebe das Gerücht von einer Stelle in der Zone,
»wo dem Menschen seine geheimsten Wünsche erfüllt werden«.
- Der Marsch durch die Zone beginnt. Ziel ist ein geheimnisvolles »Zimmer«,
offenbar der Ort der Wunscherfüllung. Die Kamera fährt auf das Gerippe
eines Autowracks zu, in dem undeutlich dunkle Körper zu sehen sind, vielleicht
mumifizierte Leichen. Auf der anderen Seite eine Wiese mit verrosteten Panzern
und Geschützen, von der Vegetation halb überwuchert. Der Stalker wirft
an einem weißen Band befestigte Schraubenmuttern aus, wie,um die Gravitationsverhältnisse
zu prüfen. - Dem Schriftsteller reißt die Geduld, er will allein
weitergehen. Vorsichtig bewegt er sich auf das Gebäude zu. Plötzlich
kommt Wind auf, eine anonyme Stimme ruft: »Halt, nicht bewegen!«
Der Stalker belehrt: »Die Zone ist ein sehr kompliziertes System von unsichtbaren
Fallen, die allesamt tödlich sind.« Hier kämen eher solche Menschen durch, die ohne Hoffnung
und ohne Chancen seien.
Die drei stehen vor dem Eingang
zu einem Tunnel. Eine Wasserfläche breitet sich aus; das Tosen eines Wasserfalls
übertönt alle Geräusche. Die Kamera zeigt das Mauerwerk zerstörter
Thermen, schwenkt die verfallenen Pfeiler eines Aquädukts ab. Auf dem gekachelten
Grund des klaren Wassers liegen Gegenstände: eine Kanüle, die Seiten
eines Buches. - Ruhepause. Der Schriftsteller legt sich auf eine Halbinsel im
Wasser und provoziert einen Streit mit dem Wissenschaftler über Technik
und Zweckrationalität. Er sinniert: »Die Menschheit existiert nur,
um schöpferisch zu sein.« Aus dem Nebel im Hintergrund taucht ein großer schwarzer
Hund auf und legt sich neben den Stalker. - Der Sandboden in der Nähe beginnt
plötzlich zu wogen, verwandelt sich in einen Sumpf. Heftiger Wind wirbelt
Flocken durch die Luft. Eine Mädchenstimme zitiert aus der Offenbarung
des Johannes. Der Stalker ist eingeschlafen. Ein langer Schwenk über die
Wasserfläche erfaßt Spiegelungen, Algen, einen Fischschwarm und Gegenstände
auf dem Grund: Kanülen, Münzen, das Bildnis Johannes' des Täufers
vom genter Altar der Brüder van Eyck, eine verrostete Maschinenpistole,
eine stählerne Spirale. - Der Stalker erwacht, er rezitiert die Geschichte
der beiden Jünger vor Emmaus. Die Kamera wandert nach oben, über eine
Kante aus bemoosten Felsen, und gibt den Blick auf eine graublaue, sehr stille
Wasserfläche frei, eine Flußlandschaft mit bewaldeten Ufern. Der
Stalker spricht über das Wesen der Musik.
Die drei Reisenden stehen vor
dem Eingang eines Tunnelrohrs. Der Stalker läßt das Los entscheiden
- der Schriftsteller muß vorangehen. Am Ende des Tunnels eine Tür;
sie öffnet sich zu einem Raum, der unter Wasser steht. Szenenwechsel: eine
hallenartige, von Pfeilern umgebene Wüstenlandschaft aus kleinen Sandstaubhügeln;
große Vögel flattern erschrocken auf. Der Stalker erklärt: der
Tunnel sei der »Fleischwolf«, eine besonders riskante Stelle in
der Zone. Der Bruder seines Vorgängers Urwaldtarzan sei hier ums Leben
gekommen. Der Stalker rezitiert ein Gedicht von Arsenij Tarkowskij: »Der
Sommer ist vorbei,/Es ist nichts übriggeblieben,/Es ist schön an der Sonne,/Doch
das genügt nicht ...« [Übersetzung von Hans-Joachim Schlegel, in: Andrej Tarkowskij:
Die versiegelte Zeit. Berlin, Frankfurt: Ullstein 1985, S.218f]- Die Szene ist jetzt das Innere
eines heruntergekommenen Hauses; die Kamera beobachtet die drei durch eine offene
Tür. Es entsteht Streit: der Schriftsteller bestreitet die Redlichkeit
des Stalkers. Unerwartet klingelt ein Telefon. Der Wissenschaftler wählt
eine Nummer, verlangt das »neunte Laboratorium« und gibt eine Mitteilung
durch. Eine Auseinandersetzung folgt. Es deutet sich an, daß der Wissenschaftler
gegen strenge Gesetze eines Instituts oder einer Behörde verstoßen
hat. Den beiden anderen gibt er zu bedenken, was geschehen könne, wenn
die Menschen massenweise zum Zimmer strömen würden, um sich ihre Wünsche
erfüllen zu lassen - »auch Leute, die nicht des Geldes wegen kommen,
sondern um die Welt zu verändern!« Für den Schriftsteller
ist das nur ein »soziologischer Durchfall«. Die gerechte Welt sei
kein Wunsch, sondern Ideologie. Die Kamera fährt im Halbdunkel auf ein
liegendes Paar zu: zwei Gerippe, die sich umarmen.
Die drei befinden sich jetzt in
der Vorhalle zum Zimmer. Ringsum zerstörte Wände, der Boden ist von
Brackwasser bedeckt, das Wasser wirft Blasen. Der Wissenschaftler hat plötzlich
eine Bombe in der Hand: »Solange dieses Geschwür offen ist für
jedes Gesindel, gibt es keine Ruhe.« Der Stalker versucht, ihm die Bombe zu entreißen: »Alles,
was ich noch habe, ist hier - mein Glück und meine Freiheit und meine Würde.«
Er selbst dürfe das Zimmer nicht betreten - sein Glück sei es, anderen
Hoffnungslosen zu helfen. Der Schriftsteller weigert sich, das Zimmer zu betreten;
er bezweifelt, daß ein Wunder überhaupt existiere. Der Wissenschaftler
entschärft die Bombe und wirft ihre Teile ins Wasser. Brüderlich legt
der Schriftsteller einen Arm über die Schultern des Stalkers. Während
die Kamera rückwärts in die Tiefe des Zimmers fährt, sieht man
die drei am Boden sitzen, von einem Wanddurchbruch eingerahmt. Das Wasser und
die Wände schimmern golden, bis das Licht wieder ins Graublau zurückweicht.
Es regnet. Die Kamera blickt von oben ins Wasser, zeigt den Kachelboden, einen
Bombenteil, einen Fisch. Das Geräusch einer fahrenden Eisenbahn, vermischt
mit den verzerrten Klängen des Bolero von Maurice Ravel. Über die Wasserfläche zieht sich
ein schwarzer Ölfilm.
Die Kneipe der Anfangsszene: der
Stalker, der Schriftsteller und der Wissenschaftler stehen an einem Tisch, auch
der Hund ist da, von fern das
Pfeifen einer Eisenbahn. Dann trägt der
Stalker seine Tochter Martha auf den Schultern nach Hause; im Hintergrund, jenseits
einer trüben Wasserfläche, die Kühltürme eines Kraftwerks.
- Der Stalker legt sich erschöpft aufs Bett: »Mein Gott, was für
Menschen! Ihre Augen sind leer ... Können solche Menschen denn an irgend
etwas glauben?« Er meint, alle seine Bemühungen seien umsonst gewesen -
niemand brauche mehr das Zimmer. Seine Frau sitzt auf einem Stuhl, sie raucht
und spricht frontal in die Kamera: ihr Mann sei ein ewiger Häftling, ein
Todeskandidat - »aber besser ein bitteres Glück als so ein graues
Leben, das völlig trostlos ist. Ich habe es niemals bereut. Wenn es in
unserem Leben keinen Kummer gäbe, wäre es nicht besser ..., weil es
dann ja auch kein Glück geben würde und keine Hoffnung.«
- Großeinstellung: der Kopf von Martha, sie liest in einem Buch; vor ihrem
Gesicht schweben Flocken. Ihre Stimme ist aus dem Off zu hören, sie liest
Verse von Fjodor Tjutschew: »Ich liebe deine Augen,/Meine Freundin,/Ihr helles
Flammenspiel ...«[Übersetzung von Hans-Joachim Schlegel, in: Andrej Tarkowskij:
Die versiegelte Zeit. Berlin, Frankfurt: Ullstein 1985, S. 222]. Martha fixiert die Gläser
auf der Tischplatte, sie setzen sich zitternd in Bewegung, eines der Gläser
kippt über den Tischrand und fällt zu Boden. Der Tisch bebt von den
Schallwellen eines draußen vorbeidonnernden Zuges. Die Kamera fährt
auf Marthas Gesicht zu. Wie von fern und überlagert vom Eisenbahngeräusch
erklingen die ersten Takte der Hymne an die Freude aus Beethovens Neunter Sinfonie.
*
Das Drehbuch zu STALKER schrieben
die Brüder Arkadij und Boris Strugatzkij nach ihrer utopischen Erzählung
Piknik na
obotschine [Deutsche Ausgabe: Arkadi und Boris Strugatzki: Picknick am Wegesrand.
Aus dem Russischen von Aljonna Möckel. Frankfurt: Suhrkamp Taschenbuch
Verlag 1981], die
erstmals 1972 in der leningrader Zeitschrift Aurora veröffentlicht worden
war. Obwohl Tarkowskijs Film von der literarischen Vorlage wesentlich abweicht,
sind sowohl Parallelen in struktureller Hinsicht als auch einige wichtige Motivübernahmen
nicht zu übersehen.
Die Zone als exterritorialer Raum
- und der vom Schicksal gezeichnete »Spezialist«, dessen Existenz
unlöslich mit dem verbotenen Terrain verkettet ist: diese Grundkonstellation
ist auch die der Erzählung, deren Hauptfigur, der Schatzgräber Schuchart,
bereits alle Wesenszüge des Stalkers aufweist. Wie diesen fesselt ihn eine
ambivalente, von Furcht und Haß durchsetzte Liebe an das gefährliche
Gebiet, an »dieses Miststück von Zone, dieses mörderische Aas«[Strugatzki:
Picknick am Wegesrand., S.48];
wie für den Stalker ist auch für Schuchart »die Hoffnung auf
ein Wunder« Mittelpunkt und Sinn seines Lebens. Und wie sich die Frau
des Stalkers zu ihrem Mann, diesem Sträfling und Todeskandidaten, bekennt,
so teilt Gutta, die Frau des Schatzgräbers, auch unter Gefahren und schmachvollen
gesellschaftlichen Demütigungen das Leben ihres geächteten Mannes.
Die Kinder der professionellen Schatzgräber sind Mißgeburten wie
die kleine Martha, »Mutanten«, wie es in STALKER heißt.
Im Buch wie im Film bleibt die
Zone bis zum Schluß ein der rationalen Erkenntnis nicht zugänglicher,
magnetisch wirkender Projektionsraum menschlicher Sehnsüchte. Auch ihre
eigentümliche Geografie wird bereits in der Erzählung ausgemalt: Natur
als ein magisches, in unablässiger Verwandlung befindliches Feucht-Biotop;
bis zu den Knien watet der Wanderer in einem »träge quirlenden trüben
Brei«; Sümpfe dünsten Fäulnis aus, eine fruchtbar gefräßige
Vegetation überwuchert die rostenden Relikte einer geborstenen Zivilisation
- im Buch sind es Lastwagen, Loren und das Wrack eines Hubschraubers, im Film
Panzer und zerstörte Gebäude. Der Wissenschaftler und der Schriftsteller
freilich sind Geschöpfe Tarkowskijs - auch wenn der rationalistische Empirismus
des einen und der geschwätzige Zynismus des anderen schon bei den Strugatzkijs
in der Figur des Nobelpreisträgers Pillman angelegt sind.
Für den Schatzgräber
Schuchart wird die letzte Reise in die Zone zur Reise in sein Inneres, zur Erkenntnis
des trotz aller Anfechtungen unversehrten Kerns seiner Existenz: »Meine
Seele hab' ich niemals und niemandem verkauft! Sie ist mein geblieben, ist die
Seele eines Menschen!« Im Staub unter der ersehnten goldenen Kugel liegend (die im Film
durch das »Zimmer« ersetzt wird), stammelt er jenen Wunsch, mit
dem die Erzählung programmatisch schließt: »Glück für
alle, umsonst, niemand soll erniedrigt von hier fortgehen!« Der Schluß des
Films ist differenzierter, weniger emphatisch, dafür inständiger.
Auch Tarkowskij formuliert ein - vielfach gebrochenes, ambivalentes - Programm
der Hoffnung und der Glücksgewinnung.
Der Erkenntnisprozeß der
Erzählung verläuft als Linie, der des Films bildet, mit der Komposition
der Schlußsequenz und ihrer komplizierten Rollenverteilung, eine Architektur.
Im Erschöpfungsschlaf des Stalkers, in der weisen und selbstsicheren Haltung
seiner Frau, in der sinnlich-übersinnlichen Kraft, die Martha - gerade
sie: die Behinderte, Schwache, Gezeichnete - ausstrahlt, halten Glück und
Bitterkeit, Kummer und Hoffnung einander die Waage, gelangt der Pulsschlag unsteter,
wild zerrissener Sehnsüchte zu ruhiger Gleichmäßigkeit: Bilder,
die den Betrachter träumen machen, ohne seinen Verstand einzunebeln. Die
Ambivalenz wird bis in die letzte Einstellung durchgehalten - die Toncollage
am Ende läßt offen, ob Beethovens Musik vom Maschinengeräusch
der Eisenbahn verschluckt wird, oder ob, umgekehrt, nicht einmal das Donnern
der Maschinen diese Musik zum Schweigen bringen kann. Voll innerer Spannung
und zugleich voll innerer Ruhe drückt die Architektonik dieser Schlußsequenz
aus, was der Schatzgräber der Erzählung in einem atemlosen Satz hinausstößt:
die Unantastbarkeit menschlicher Würde, die Integrität jedes einzelnen
Menschen - und sein Recht, sich gegen Erniedrigung zu wehren.
Seit der Aufführung des Films
in Cannes 1980 haben die Figur des Stalkers (aus dem Englischen: to stalk =
pirschen, sich heranschleichen) und die Geheimnisse, die sich mit der Zone verbinden,
die Fantasie der Interpreten in ihren Bann geschlagen. Indes gibt Tarkowskij
Hinweise zu ihrer Entschlüsselung, die wörtlich zu nehmen gerade dieser
in der Struktur einfache,
auf wenige Handlungsorte konzentrierte, am
wenigsten redselige Film seines Werks nahelegt.
Wenn die drei Reisenden (die Dreizahl
verbindet sie mit den wandernden Malern in ANDREJ RUBLJOW, mit den Forschern in SOLARIS) auf ihrer einsamen, vom stampfenden Geräusch der Eisenräder
grundierten Fahrt mit der Draisine das Industrierevier verlassen, überqueren
sie die Grenze zwischen zwei unterschiedlichen Dimensionen von Realitätserfahrung.
Diese Sequenz, eine der intensivsten des Films, dauert mehrere Minuten; die
Kamera zeigt groß, meist von hinten oder seitlich, die voneinander abgewandten
Köpfe der Männer, unscharf gleitet die Hintergrundlandschaft vorbei,
in das Fahrgeräusch mischen sich langgezogene, metallisch sirrende Töne:
die Passage durch ein Niemandsland. Sie führt aus der sepiafarbenen, von
schmutzigem Licht durchschnittenen Düsternis der Fabrikanlagen und verkommenen
Mietshäuser in eine Region klaren Lichts, satten Grüns und üppiger
Vegetation: aus der maroden technischen Zivilisation in die Natur.
»Wir sind daheim«,
sagt der Stalker: die Natur ist Ursprung und Heimat des Menschen, Ausgangspunkt
seiner historischen Entwicklung mit ihren zivilisatorischen Folgen. Die Zone
verkörpert Natur jedoch nicht in einem präzivilisatorischen Urzustand,
sondern in einer geschichtlichen Situation nach dem Eingriff des Menschen in
ihren Kreislauf, nach dem Angriff der Zivilisation auf ihr ökologisches
Gleichgewicht. Telegrafenmasten, Schienen, Gebäuderuinen, Panzer, auch
das noch funktionierende Telefon sind Spuren dieser Intervention, in deren Verlauf
der Mensch offenbar den kürzeren gezogen hat und zum Rückzug gezwungen
wurde. Das zivilisatorische Material, das er zurückließ, wird wieder
von der Natur verschlungen - »hardware« wie Beton, Eisenplatten,
Stahlträger, Waffen aller Art; Dinge, die in den Worten Laotses, die der
Film zitiert, »Weggenossen des Todes« sind und dem »weichen«
Prinzip, der vegetabilen Omnipotenz der Natur nicht standhalten.
Den historischen status quo einer
der Natur entfremdeten Lebensweise bildet das in Dreck und Qualm dahinsiechende
Industrierevier ab: derzeitiger Ort des Menschen mit seinem reduzierten Realitätsverhältnis.
Auf dem geraden Weg eines rationalistischen Fortschrittsdenkens haben die zivilisatorischen
Glanzleistungen eine gigantische Müllhalde produziert - aber dieser gerade
Weg ist in der Zone eben nicht der kürzeste, er ist auf die Natur nicht
anwendbar: »Je weiter der Weg, desto kleiner das Risiko«, mahnt
der Stalker den ungeduldigen Schriftsteller. Nur weil die Menschen - eingepfercht
zwischen Kraftwerken, Schienensträngen und lichtlosen Behausungen, längst
gewöhnt an martialische »Sicherheitskräfte«, die ihr Leben
in Schach halten - den organischen Austausch mit der Natur verlernt haben, erscheint
sie ihnen als ein »kompliziertes System von unsichtbaren Fallen«,
als ein Wesen, das züchtigt und straft. Die Geschichte der Zivilisation
wiederholt die Geschichte der Austreibung aus dem Paradies. Als zweite, vom
Menschen selbst organisierte Austreibung ist sie jedoch historisch bestimmbar,
und es ist möglich, sie zu korrigieren: »Alles, was hier passiert,
hängt von uns ab«, sagt der Stalker. Im Märchenmotiv des wunderbaren
Zimmers lebt die Erinnerung an ein anderes Naturverhältnis und die Hoffnung
auf eine grundlegende Korrektur der Menschheitsgeschichte weiter. Tarkowskij
selbst - unbeeindruckt von jenen Kritikern, die behaupteten, er habe einen zutiefst
pessimistischen, endzeitlichen Film gemacht - beharrte darauf, die Figur des
Stalkers verkörpere eine »Bürgschaft für unsere Zukunft«:
»Das Ziel, das mir vor Augen lag, bestand darin, einen schwachen, verteidigungslosen
Charakter zu erschaffen, einen schwachen Menschen, der sich aber am Ende als
der stärkste aller Menschen erweist, er ist unbesiegbar im spirituellen
Sinn.« [Der Regisseur im Gespräch mit Time Out, London; ohne weitere
Angaben zitiert in einer Materialzusammenstellung des Kinos Arsenal, August
1983]
Auf der gesellschaftlichen Stufenleiter
steht der Stalker ganz unten; er gehört zu den Erniedrigten und Beleidigten;
Gefängnis und Verfolgung haben ihn abgestumpft - in seiner proletarischen
Physiognomie spiegeln sich Härte und Weichheit, Melancholie und Brutalität
in unentschiedenem Widerstreit. In diesem Schwerarbeiter wohnt ein autoritärer
Charakter, der sich zu Beginn des Films gegenüber seiner Frau austobt und
auf der Wanderung in seinen nervösen Kommandos Gehör verschafft. »Du
Auswurf der Menschheit«, ruft seine Frau ihm nach. Es führt in die
Irre, den Stalker zum Priester oder zum Hüter einer Geheimwissenschaft
zu ernennen. Gewiß ist die Zone seine Berufung, aber es ist die Berufung
eines Spezialisten, eines Facharbeiters, der sein Fachwissen in mühsamer
Praxis dem Vergessen abgerungen hat und es stets von neuem testen, am praktischen
Befund überprüfen und korrigieren muß. Seine Stärke ist
die Fähigkeit, diese Fragmente eines anderen Natur- und Realitätsverhältnisses
festzuhalten und sie »anderen Hoffnungslosen« verfügbar zu
machen - und seine Stärke ist auch die Überzeugung, daß Glück,
Freiheit und menschliche Würde nicht nur Desiderate einer betrogenen Sehnsucht,
sondern Projekte einer konkreten, also realisierbaren Utopie sind. »Alles
hat letztenendes einen Sinn und eine Ursache«, grübelt er in jener
stillen Szene am Wasser, die sich zu einer weiten, urwelthaft-unberührten
Flußlandschaft öffnet: Imago einer noch unzerstörten und Hoffnungsbild
einer geretteten Natur, die sich für den Stalker mit dem Wesen der Musik
verbindet: »Sie dringt durch irgendein Wunder mitten in unsere Seele.«
Seine Frau berichtigt ihn freilich
in einem entscheidenden Punkt: sie weiß, daß jedes Glück an
Bitterkeit gebunden ist und jede Hoffnung einem Kummer entspringt, während
der Stalker einem Glücks-Absolutismus anhängt, der darauf besteht,
daß das Zimmer nicht nur Inbild menschheitlicher Sehnsüchte, sondern
ein realer historischer Ort sei und das Mirakel der Wunscherfüllung ein
Modell konkreter Umsetzung von Sehnsucht in Lebenspraxis, also in Geschichte.
Ein sektiererischer Messianismus, der sein genaues Gegenbild in der destruktiven
Radikalität des Wissenschaftlers findet: auch er geht von einer realhistorischen
Möglichkeit allgemeiner Wunscherfüllung aus und greift zur Bombe,
um ein weltgeschichtliches Chaos zu verhindern. Der Schriftsteller seinerseits
zögert aus Schwäche und einem Zustand innerer Leere davor, die Schwelle
des Zimmers zu überschreiten - seine Hoffnung auf neue Inspirationsquellen,
aber auch sein Vorrat an Zynismus sind an diesem Punkt der Reise verbraucht.
Das letzte Bild in der Zone zeigt, hinter einem Vorhang sanft rauschenden Regens,
ein Tableau der Versöhnung, ja brüderlicher Solidarität: drei
Menschen, die sich auf ihrer langen Reise verändert haben und - vielleicht
- zu ahnen beginnen, daß Freiheit, Glück und Menschenwürde Kategorien
der Praxis sind und im elenden Alltag jenseits der Zone in jedem Augenblick
erkämpft oder verspielt werden können.
Selbstverständlich verweigert
sich STALKER ebensowenig wie die anderen Filme Tarkowskijs einer dezidiert religiösen
Interpretation. Die Wanderung durch die Zone beginnt im Zeichen des Kreuzes,
das überdeutlich ein schräg aus dem Boden ragender Telegrafenmast
in den Himmel schreibt - es erinnert an das Kreuz im Birkenwald von IWANS
KINDHEIT.
Die Zitate aus der Apokalypse und die Geschichte der Jünger vor Emmaus,
das Bildnis Johannes' des Täufers und jener Kameraschwenk, der bedeutungsvoll
auf der Hand des schlafenden Stalkers endet, die Dornenkrone auf dem Haupt des
Schriftstellers und der Fisch als Zeichen Christi fügen sich zu einem symbolischen
Kontext, der dazu auffordern mag, die Geografie der Zone als Buch Gottes zu
entziffern; die Reise durch das unwegsame Gebiet wäre dann der Code, der
dem Auserwählten die Lektüre einer himmlischen Botschaft erschlösse.
Zu denken gibt allerdings, daß Gott in diesem Film abwesend - oder aber,
ein »deus absconditus«, in der Natur verborgen ist, also letztlich
eine Funktion des Menschen im Umgang mit ihr bleibt. Die verstreuten Symbole,
die an ihn erinnern, lassen auch die Deutung zu, daß sein Haus zerbrochen,
seine Herrschaft außer Kraft getreten ist. Ohne ihn stehen die Menschen
vor der Aufgabe, sich auf ihre humanen Eigenschaften zu besinnen: Himmel und
Hölle tragen wir in uns.
Hartmut Böhme hat in seinem
profunden Essay Ruinen-Landschaften als erster die Zone als Bild
für »das langsame Zurücksinken der Zivilisation in Natur«
[Hartmut Böhme: Ruinen - Landschaften, in: Konkursbuch 14.
Tübingen 1985, S.129] gedeutet: »Es gibt keine Beherrschung der Natur und keine
Autarkie gegenüber der Natur. Sofern das >Projekt Moderne< darin
sein Ziel setzt, ist die Zone das Bild seines Endes.« Ganz im Sinne seines
finalen Denkens ordnet Böhme die drei Hauptfiguren Stalker, Schriftsteller
und Wissenschaftler den drei Stufen der hegelschen Geschichtsphilosophie - Religion,
Kunst und Wissenschaft - zu und läßt alle drei gleichermaßen
scheitern. Aber der Wissenschaftler verzichtet ja auf die Bombe und damit, wie
auch Böhme einräumt, auf das »irrsinnige Machtphantasma«
der Vernichtung. In der Struktur des Films ist dies nicht nur eine Geste, sondern
ein wesentliches Moment der Veränderung - ebenso wie die brüderliche
Geste des Schriftstellers gegenüber dem Stalker auf Veränderung, auf
Besinnung und Selbstbesinnung, Einkehr und Umkehr, vielleicht auf eine neue
Qualität menschlichen Handelns weist. Umrißhaft deutet sich diese
Qualität in der Schlußsequenz an: wenn der Stalker sein Kind liebevoll
auf den Schultern nach Hause trägt; wenn die Mutter, direkt zum Zuschauer
gewandt, über die Dialektik von Glück und Kummer spricht; wenn schließlich
Martha - hier springt der Film abermals aus tristem Sepiabraun in farbige Pastelltöne
- tote Dinge kraft ihres Willens buchstäblich in Bewegung bringt.
Mit einer faszinierenden Indizienkette
versucht Hartmut Böhme den Nachweis zu erbringen, »daß die
tarkowskijsche Bildästhetik tief in der europäischen Tradition melancholischer
Geschichtsphilosophie verankert ist« [Böhme, S.133]: die enigmatische Bildsprache in STALKER schließe an jene
Allegorik der Trauer, der Vanitas-Stimmungen an, mit der die abendländische
Kunst seit dem 16.Jahrhundert den zivilisatorischen Prozeß kommentiert
und der Vergeblichkeit überführt. »Die Kamera mortifiziert die
Dinge schon, bevor überhaupt die Zone der Zivilisationsruinen erreicht
ist«: die Welt der Moderne als nature morte, als Endprodukt fehlgeschlagener
Geschichte. Im Bemühen, Tarkowskij zum Kronzeugen der post-histoire zu
ernennen, interpretiert Böhme seine späten Filme als »Zeichenschrift
des Untergangs«; die »Ubiquität der Ruine« deute darauf
hin, »daß Geschichte in den Zustand des unaufhaltsamen Verfalls
und der Verwüstung« übergegangen sei. [Böhme, S.154f.]
Zweifellos ist der saturnische
Blick des Melancholikers diesem Regisseur vertraut gewesen. In seinem nächsten
Film, NOSTHALGIA, wird er der Schwermut einen Tempel errichten. STALKER jedoch
geht in melancholischer Geschichtsphilosophie nicht auf; noch stellen sich dem
saturnischen Blick Widerstände entgegen. Tarkowskij selbst verspürte
nach eigener Aussage in STALKER erstmals die Notwendigkeit, den »wichtigsten
positiven Wert, von dem der Mensch und seine Seele lebt, klar und unzweideutig
herauszuarbeiten« [Tarkowskij, a. a. O., S.224]. Unübersehbar sind die dem Film eingeschriebenen Vor-Zeichen
einer möglichen Versöhnung zwischen Mensch und Natur, sind die wenn
auch nur spurenhaften Durch-Blicke auf eine menschliche Ordnung, die sich vom
Bann der Entfremdung befreit haben wird.
Wie, wenn Tarkowskijs Bilder als
häretische »Kampfbilder« zu lesen wären? Als Kampfbilder
in jenem Sinne, den Wilhelm Fraenger den Bildtafeln Hieronymus Boschs zugeordnet
hat: »Die rätselhafte Einkleidung diente als Deckung vor Gefahr den
Außenstehenden gegenüber, gleichzeitig aber war sie ein besonderer
Anreiz für die Wissenden, welche den Pfiff und Witz der Angelegenheit durchschauten.«
[Wilhelm Fraenger: Hieronymus Bosch. Berlin: Rixdorfer Verlagsanstalt
1985 (Lizenzausgabe der 1975 im VEB Verlag der Kunst Dresden erschienenen Edition),
S.12] Kurzschlüssig
wäre es, Tarkowskijs Häresie ausschließlich auf seine Situation
als Künstler in einer repressiven Gesellschaft und auf seinen Widerstand
gegen die Kunstdiktate der sowjetischen Orthodoxie zu beziehen, wenngleich diese
extreme Situation seinen Hang zur »rätselhaften Einkleidung«
befördert haben mag. Seine Ketzerei hat tiefere Wurzeln; sie ist auch Ausdruck
einer Oppositionshaltung, in der eine west-östliche Avantgarde nach den
Katastrophen des Faschismus und des Stalinismus gemeinsame Überzeugungen
verteidigt und die ihn - bei allen auch unüberbrückbaren künstlerischen
Unterschieden - mit Bergman und Wajda ebenso wie mit Buñuel und Pasolini
verbindet: einer Opposition gegen die Ideologie des militärisch-industriellen
Fortschritts mit ihren Herrschafts- und Unterdrückungsmustern. Ähnlich
wie Bosch gegen den allgegenwärtigen Druck der katholischen Kirche - wie
schon zu seiner Zeit die Alchemisten und später die barocken Melancholiker
- sein Universum grotesk verrätselter, fantastischer Larvenspiele gesetzt
hat, antwortet Tarkowskij auf den ideologischen Druck der west-östlichen
Fortschrittsphilosophie mit einer Arkansprache, die von Trauer und Vergeblichkeit
weiß, ohne darum den Kampf aufzugeben.
Fraenger weist darauf hin, daß
Boschs »infernalischen Gespenstereien in jedem Fall ein unanfechtbarer
Anachoret, ein Ararat und Garten Eden gegenübersteht« [Fraenger,
a. a. O., S.13].
Die Anachoreten in Tarkowskijs Werk - von Andrej Rubljow über Kris Kelvin
bis zu Domenico in NOSTALGHIA und Alexander in OPFER - sind wahrlich nicht zu
übersehen. Selbst der Stalker trägt Züge eines proletarischen
Anachoreten. Und ist die Zone nur nature morte - oder nicht auch Ararat, locus
amoenus, Hort einer jenseits ihrer Grenzen längst zerstörten Ökologie?
Jene Flußlandschaft, in
der, wie im Wesen der Musik, der Garten Eden der Menschheit als Reminiszenz
und als Verheißung weiterlebt, hat in der Kulturgeschichte viele ikonologische
Vorläufer - auch bei Hieronymus Bosch. Der Garten Eden auf dem linken Seitenflügel
seines Triptychons Das
Tausendjährige Reich ist vertikal aufgebaut. Zu Füßen der Dreiergruppe
Gottvater, Adam und Eva findet sich ein Tümpel mit fantastischer Fauna:
man sieht einen geflügelten Fisch, ein amphibisches Einhorn, ein mönchisches
Schnabeltier, das in einem Buch liest - synthetische Geschöpfe, die mit
den objets trouves in Tarkowskijs Tümpeln den emblematisch-hermetischen
Charakter gemeinsam haben. Wandert das Auge weiter nach oben, so trifft es auf
einen von dichten Laubwäldern gesäumten See mit dem Lebensbrunnen,
der auf einer Insel aus schwarzer, brackiger Erde steht, man sieht blasenwerfenden,
mit Glasröhren gespickten Morast. Der Glanz tellurischer Frühe liegt
auch über jener zentralen Szene in STALKER, in der ein langer Kameraschwenk
den geheimnisvoll wogenden Sumpf, die Objekte im Wasser und die auf Halbinseln
hingestreckten Menschen verbindet und in einer paradiesischen Flußlandschaft
endet. Freilich: die Glasröhren sind hier Injektionskanülen, im Wasser
liegen verrostete Waffen und Industriemüll, Relikte einer gescheiterten,
von der Natur wieder eingeholten Zivilisation. Tarkowskijs Garten Eden ist auch
ein von den Menschen längst verlassener Weltacker, nur noch Erinnerung
an den »verlöschten Impetus des Lebens« [Böhme, a.a. 0., 5.157]. Ein ambivalentes Terrain. Doch gerade diese Ambivalenz zeichnet
STALKER aus - eine Qualität, die in den nachfolgenden Filmen verlorengeht.
Klaus Kreimeier
Dieser Text ist
zuerst erschienen in: Andrej Tarkowskij; Band 39 der (leider eingestellten) Reihe Film, herausgegeben in Zusammenarbeit mit der Stiftung Deutsche Kinemathek
von Peter W. Jansen und Wolfram Schütte im Carl Hanser Verlag, München/Wien
1987, Zweitveröffentlichung in der filmzentrale mit freundlicher Genehmigung
des Carl Hanser Verlags
Zu diesem Film gibt's im archiv der filmzentrale mehrere Texte
Stalker
STALKER
UdSSR 1978/79. Regie: Andrej Tarkowskij - Buch: Arkadij Strugatzkij,
Boris Strugatzkij, nach Motiven ihrer Erzählung Piknik na obotschine. -
Kamera: Aleksandr Knjashinskij. - Kameraführung: N. Fudim, S. Naugolnych.
- Kamera-Assistenz: G. Werkowskij, S. Saitsew. - Schnitt: Ludmila Fejginowa.
- Ton: W. Scharun. - Musik: Eduard Artemjew; »Bolero« von Maurice
Ravel, »Symphonie Nr.9« von Ludwig van Beethoven; Dirigent: E.Chatschaturjan.
- Bauten-Entwürfe: Andrej Tarkowskij. - Bauten-Ausführung: R. Sajfullin,
W. Fabrikow. - Ausstattung: A. Merkulow. - Kostüme: N. Fomina. - Maske:
W. Luowa. - 2. Regie: Larisa Tarkowskaja. – Regie-Assistenz: M.Tschugunowa,
E.Tzymbal.
Darsteller: Aleksandr Kajdanowskij (Stalker), Anatolij Solonizyn (Schriftsteller), Nikolaj Grinko (Professor), Alissa Frejndlich (Frau des Stalker), Natascha Abramowa (Martha, Tochter des Stalker), F. Jurna, E. Kostin, R. Rendi.
Produktion: Mosfilm. - Produktionsleitung: Alexandra Demidowa.
- Drehort: in der Nähe der tadschikischen Stadt Isfara; in der Nähe
von Tschernobyl. - Format: 35 mm, Farbe (Sowcolor). – Original-Länge, Deutsche
Länge: 163 min. - Uraufführung: August 1979, Filmfestspiele Moskau.
- Erste Aufführung außerhalb der UdSSR: 13.5. 1980, Filmfestspiele
Cannes. – Deutsche Erstaufführung: 16.2.1981, Internationales Forum des
jungen Films, Berlin. - TV: 15.6. 1983 (NDR III); 17.4. 1987 (ARD). - Verleih:
Freunde der deutschen Kinemathek (35 mm, Originalfassung mit deutschen Untertiteln).
Die rezitierten Gedichte stammen von Arsenij Tarkowskij und Fjodor
Tjutschew.
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